Aktuelles Weltgeschehen
Die eine Sensation bleibt aus, die andere ist bestätigt: Finnland wählt keinen grünen Präsidenten, hat aber zum ersten Mal seit 30 Jahren ein konservatives Staatsoberhaupt. Sauli Niinistö ist überzeugter Europäer. Viel zu sagen hat der finnische Präsident nicht mehr, doch Niinistö will seinen Einfluss nutzen.
Die von Kanzlerin Merkel geplante Wahlkampfhilfe für ihren europäischen Parteifreund Sarkozy sorgt für Unmut in der schwarz-gelben Regierungskoalition. Außenminister Westerwelle wirft der CDU-Chefin indirekt vor, die gebotene Neutralität als Kanzlerin aufzugeben.
In Kairo wird das Finanzministerium angezündet, auf eine Gaspipeline nach Israel wird ein Anschlag verübt, Demonstranten greifen das Innenministerium an. Insgesamt zwölf Menschen sterben bei den Protesten, die von blutigen Krawallen in einem Fußballstadion ausgelöst worden waren. Die Demonstranten fordern eine zivile Regierung.
Trotz internationaler Kritik am Vorgehen der ägyptischen Militärregierung gegen westliche Nichtregierungsorganisationen soll 44 Personen der Prozess gemacht werden. Der Vorwurf: "Finanzierung aus dem Ausland" und "fehlende Genehmigungen".
Angriff von unbekannten Hackern oder raffinierte virale Werbung? Wahrscheinlich beides: Die Internetseite des früheren Bundesverteidigungsministers Guttenberg ist geknackt, der Politiker selbst zum "Bundeskuchenminister" ernannt worden.
Wenn zwei sich streiten, freut sich Mitt Romney. Seinen Sieg bei der Vorwahl in Nevada hat der Ex-Gouverneur auch dem Ehrgeiz von Gingrich und Santorum zu verdanken: Beide teilen sich die konservativen Wähler und machen es Romney leicht. Zusammen wären sie eine Gefahr für den Mormonen.
Vergeblich das Hoffen, die wirklich Einflussreichen könnten in München etwas bewegen, was die Welt ein bisschen sicherer macht. Etwa im arabischen Raum oder in Raketen-Fragen. Stattdessen eine Sicherheitskonferenz wie in dunklen Zeiten. Als die Welt geteilt war in Gut und Böse.
Trotz des blutigen Vorgehens der syrischen Führung gegen die Demonstranten im Land kann sich der UN-Sicherheitsrat wegen Russland und China nicht auf eine Resolution einigen. Nun wollen Syrien-Aktivisten die beiden Länder witrschaftlich boykottieren. Die Türkei bietet unterdessen allen Syrern Schutz an.
Angeblich darf dort, wo sich die Occupy-Bewegung in Washington niedergelassen hatte, nicht gezeltet werden. Und so zieht die Polizei jetzt durch: Das Lager am McPherson-Square wird aufgelöst. Die Bewegung verliert ihre Symbole.
Erneut gerät Bundespräsident Wulff wegen eines Autos ins Schlingern. Für einen Skoda soll er günstigere Leasingkonditionen bekommen haben. Weil er im VW-Aufsichtsrat saß. Doch die Begünstigung beißt sich mit dem niedersächsischen Ministergesetz, das da ziemlich eindeutig ist.


